Nachtgedanken #1

In dieser Reihe geht es um Themen und Dinge an die ich vor dem Einschlafen denke und über die ich dann philosophiere still für mich alleine und keine Antwort finde.
Vielleicht seid auch ihr dadurch zum nachdenken angeregt oder habt sogar die Antwort.
Viel Spaß.

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Tausende Menschen. Jubeln. Kreischen. Singen und Tanzen. Schreien deinen Namen. Teilen deinen Auftritt auf irgendwelchen Plattformen. Nacht für Nacht. Jeden Tag eine andere Stadt. Heute hier. Morgen da. Du bist der absolute Mittelpunkt. 2h und dann ist alles vorbei. Dein Blutdruck wird ruhiger, der Stress fällt ab und dann?

Diese Frage stelle ich mir jedes Mal nachdem ich von einem Konzert zurück komme.
Gestern war ich mit einer Freundin und ihrer Schwester beim Konzert von Mark Forster (Mega!)
Im Palladium in Köln hat er vor 4000 Leuten(ausverkauft!) performt. Sein aktuelles Album Tape und einige andere Hits vom vorherigen Album. Die Stimmung war grandios. Wir haben mitgesungen, gejubelt, laut applaudiert und hatten sehr viel Spaß. Aber selbst bei mir, einer Person irgendwo im Publikum, war der Anstieg vom Adrenalin Spiegel zu Beginn der Show spürbar und das „kaputt sein“ und müde werden, als wir aus der Halle wieder raus waren. Wie geht es dann also der Person, die auf der Bühne vor Tausenden Menschen auftritt?

Gewöhnt man sich daran, dass man 2h bejubelt wird jeden Abend, wochenlang und dann alles vorbei ist und man einfach ganz normal in sein Bett schlafen geht?
Fehlt es einem nicht bejubelt zu werden?
Fehlt es einem nicht der Mittelpunkt zu sein?
Weiß man irgendwann noch zu schätzen, dass man diesen Beruf ausüben darf und das man deswegen viele Benefits und Goodies im Leben hat?
Oder ist es einfach selbstverständlich erkannt und bejubelt zu werden und jeden Tag verwöhnt zu werden und ein Leben zu leben wovon viele träumen?

Wie schafft man es nicht ein Loch zu fallen, weil man plötzlich nach dem Auftritt vor Tausenden wieder ganz alleine ist und das vielleicht noch in einem Hotelzimmer in einer Stadt die man nicht mag? Wie schafft man es da nicht dran kaputt zugehen oder sich vor Depressionen zu schützen?
Oder gehört das zu dem professionellen Verhalten und zu den Schattenseiten des Jobs?

Ich werde es nie wissen. Und wahrscheinlich selbst wenn ich Mark Forster diese Fragen hätte stellen können, hätte ich zwar eine Antwort bekommen aber nicht die Echte. Denn dieses Gefühl kann wohl nicht durch wörtliche Antworten beantwortet werden.

Vielleicht ist das aber auch ein Grund, warum es solche Situationen gibt wie 2007 bei Britney Spears.

X, Lena.

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Stillstand.

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Sonntag. 24.9.2017

Die Sonne scheint. In Berlin beenden die letzten ihren Marathon. Die Menschen gehen wählen. Die Parteien hoffen und bangen. Ein wichtiger Tag für das Land und die Menschen.

Und ich sitze bei Coffee Fellows, esse meinen Bagel und genieße meinen Chai Tea Latte und überlege. Meine Stimme ist längst mittels Briefwahl abgegeben. Aber ich denke nach über das Wort Stillstand. Wieso verfällt man dem Stillstand? Und wieso einige immer wieder und andere -so scheint es- nie. Fehlt mir der Ehrgeiz? Hab ich keine Willensstärke? Beide Fragen würde ich mit Nein beantworten. Es ist die Bequemlichkeit bei mir, die mich daran hindert. Sport und Ernährung. Der Blog. Mein Geld. Mein soziales Leben. All diese Dinge befinden sich zu verschiedenen Zeiten oder gerne auch mal gleichzeitig im Stillstand. Und das obwohl ich die Möglichkeit habe, etwas zu verändern…genauso wie mit meiner Stimme zur Bundestagswahl. Also warum ist es so schwer für sich selbst etwas besseres zu wählen und nicht so selbstverständlich wie für das Land?

Vielleicht erkennt ihr euch in der ein oder anderen Frage wieder und seid angeregt darüber nachzudenken. So wie ich heute.

Schönen Sonntag meine Lieben,

Lena.

Gewohnheiten.

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Jeder Mensch hat seine Gewohnheiten, seine täglichen Routinen, sein gewohntes Umfeld.
Morgens zählt jede Minute und sobald eine routinierte Handlung auch nur eine Minute länger dauert, läuft alles aus dem Ruder.
Wir arbeiten zu volle To-Do Listen ab, wir zählen die Minuten bis zur Mittagspause und dann bis zum Feierabend. Wir nehmen den gleichen Bus und setzen uns auf den gleichen Platz. Wir gehen zum Sport oder eben nicht. Wie war dein Tag? – Gut.

Doch warum?

Warum stehen wir morgens auf und verfallen da schon dem Alltagstrott?
Warum beeinflussen unsere täglichen Routinen mehr unsere Launen, als schöne Sonnenuntergänge, das lächelnde Kind im Bus, der nette Kunde auf der Arbeit?
Warum müssen wir erst eine Sache 21-mal wiederholen bis das in unserer Routine ist?
Und warum ist es so schwer etwas Gewohntes zu verlassen, was uns runterzieht und bedrückt?

Aus der bekannten Gewohnheit auszubrechen ist verdammt schwer, weil es uns Sicherheit gibt. Sicherheit das alles klappt. Aber vielleicht gibt das Neue, das Bessere uns viel mehr Sicherheit? Schon mal drüber nachgedacht?

Wir merken erst wie stark wir sind, wenn wir es sein müssen. Wir kriegen alles hin. Es wird alles gut. Sowieso. Immer. Es geht mal schneller, mal dauert es länger.

Genau dieser positive Gedanke und der Glaube an uns selbst sollte uns mehr Sicherheit geben als jede tägliche Gewohnheit die wir gelangweilt ausüben.
Darüber schon mal nachgedacht!?

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